Keto gegen viszerales Fett

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Was ist viszerales Bauchfett und warum ist dieses Fett so schlecht für uns?

Normalerweise befindet sich der größte Anteil des menschlichen Fettgewebes unter der Haut, dieses wird auch als subkutanes Fett bezeichnet. Das viszerale Fett hingegen umgibt Organe wie Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm, es erhöht dadurch den Bauchumfang. Es unterscheidet sich aber nicht nur in seiner Verortung im Körper, sondern auch in anderen Eigenschaften vom Unterhautfettgewebe. So setzt das viszerale Fett (z.B. entzündungsfördernde) Botenstoffe und Hormone frei. Hierdurch können Blutfett- und Blutdruckwerte sowie der Blutzuckerspiegel steigen. Auch Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfakt werden durch zu viel viszerales Bauchfett begünstigt. Es handelt sich somit ein sehr stoffwechselaktives Gewebe, weswegen es leichter vom Körper zur Energiegewinnung herangezogen werden kann – und auch wird! Vermutlich spielen Hormone neben Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten bei der Entstehung von viszeralem Bauchfett eine entscheidende Rolle: Testosteron begünstigt viszerales Bauchfett, weswegen Männer in höherem Maße betroffen sind.

Wie kann die ketogene Diät hier förderlich sein?

Studien (z.B. Stanhope, K.L. et al., 2009) haben herausgestellt, dass neben hormonellen Gegebenheiten vor allem eine erhöhte Zuckeraufnahme (Fruktose) zu einer Zunahme an viszeralem Bauchfett führt. Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse einer Untersuchung von Volek et al. (2004), welche die Fettreduktion während einer Low-Fat-Diät mit der Ketogenen Diät vergleicht. Bei ähnlicher Kalorienzufuhr verliert die ketogene Versuchsgruppe signifikant mehr Fett und – hier entscheidend – auch anteilig mehr Bauchfett! Diese Ergebnisse konnten für Männer und Frauen bestätigt werden; mit einem tendenziell größeren Effekt für die männlichen Probanden.

 

Fazit:

Bei einer Körperfettreduktion wird das schädliche viszerale Fett im Vergleich zum subkutanen Fett bevorzugt abgebaut. Studien belegen, dass sich ketogene Diäten besonders günstig auf die Reduzierung von viszeralem Bauchfett auswirkt.

Quellen:

http://www.apotheken-umschau.de/Abnehmen/Warum-Bauchfett-ungesund-ist-413631.html

Stanhope, K. L., Schwarz, J. M., Keim, N. L., Griffen, S. C., Bremer, A. A., Graham, J. L. et al. (2009). Consuming fructose-sweetened, not glucose-sweetened, beverages increases visceral adiposity and lipids and decreases insulin sensitivity in overweight/obese humans.  The Journal of Clinical Investigation, 119 (5): 1322-34. doi: 10.1172/JCI37385.

Volek, J. S., Sharman, M. J., Gómez, A. L., Judelson, D. A., Rubin, M. R., Watson, G. et al. (2004). Comparison of energy-restricted very low-carbohydrate and low-fat diets on weight loss and body composition in overweight men and women. Nutrition & Metabolism, 1-13. doi: doi:10.1186/1743-7075-1-13

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